einmal mehr erstaunlich

...ist, dass ich es offenbar immer wieder schaffe, meine Umwelt dank Maske nicht an dem teilhaben zu lassen, was ich wirklich denke oder fühle.

Vor Wochen gab es bei der Arbeit ein schreckliches Projekt. Um das Arbeitsklima in den einzelnen Abteilungen zu verbessern, sollte jeder Kollege seine engsten Kollegen charakterisieren. Dies natürlich anonym, dann sollte das alles über das Personalbüro ausgewertet werden und die Ergebnisse erneut an die Chefs der jeweiligen Abteilungen zwecks Besprechung abgegeben werden. Mir persönlich leuchtet der Sinn dieser Sache nicht wirklich ein. Leute, die entdecken, dass sie unbeliebter sind, als sie dachten, werden dadurch sicher nicht motiviert. Außerdem weiß man nicht, welche extremen Aussagen das Personalbüro ohnehin rausnimmt, um den Betriebsfrieden nicht dauerhaft zu stören. Wenn sie aber genau das tun, also zensieren, macht die ganze Sache ja noch weniger Sinn.

Nun gut, jetzt aber zu mir. Das Witzige, was ich heute mittag erfahren habe, war, dass ich auf andere Leute wirke, wie ich es eigentlich nicht für möglich gehalten hätte. Ich trage meine Maske, um nicht erkannt zu werden. Damit niemand die Leere bemerkt, die von der Hülle des Körpers verdeckt wird. Dass mir dies aber als "unergründlich" oder gar "cool" *g* ausgelegt wird, hätte ich dann doch nicht für möglich gehalten. Abweisend, schüchtern, zurückhaltend hatte ich erwartet. Das beste Zitat über mich war "stille Wasser sind tief". Damit hätte ich noch weniger gerechnet. Und wenn man die Leere unter der Hülle betrachtet...ohja, nicht falsch, die ist wirklich voller Tiefen und Untiefen.

Fazit für heute - meine Mitmenschen schaffen es trotzdem, wenn auch nur vereinzelt, mich zu überraschen.

Zweites Fazit - man lernt nie aus...

3.8.10 20:50

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