just another...

... Samstag abend.

Aber heute will ich nicht an den vermutlich anstrengenden Sonntag denken, sondern einfach mal einer Person Danke sagen, die es geschafft, meinen Freitagen abends Sinn zu geben und sie zu verschönern :-). 

Alo-, ich sage Danke, dass wir immer reden, chatten, virtuell Bier und anderes saufen *g* und so ein bisschen füreinander da sind. Was ich auch schön finde - wenn wir mal nicht gleicher Meinung sind, können wir immer diskutieren, ohne den anderen zu verletzen oder krampfhaft unsere Meinung als vermeintlich einzig richtige durchsetzen zu wollen. Diese Zeit am PC tut mir immer sehr gut, und danach sieht manches ein wenig weniger grau aus als noch zuvor.

Und dafür einfach mal ein fettes Danke!!!

 

1 Kommentar 7.8.10 20:48, kommentieren

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Wortsuche

Welches Wort gibt es für den Zustand, dass man sich seltsam verloren fühlt,  aber nicht einsam? Einsamkeit verbinde ich immer damit, dass die betreffende Person sich eigentlich wünscht, mehr mit Menschen in Kontakt zu kommen und dies, ob nun aus inneren oder äußeren Gründen nicht kann. Das ist es bei mir eigentlich nicht.

Ich bin nur sehr bedingt kompatibel zu anderen Menschen. Während ich im Internet, sei es beim mailen, posten oder chatten, oft den richtigen Ton treffe und ausdrücken kann, was ich sagen will, versage ich bei einem realen Gespräch häufig - vor allem wenn es sich um nichts rein berufliches dreht. Irgendwie habe ich dann das Gefühl, immer das Falsche, Unpassende zu sagen. Daraus sind früher schon sehr blöde Situationen entstanden, die ich nicht nochmals haben möchte. 

Meine Zurückgezogenheit ist also keineswegs Fluch, sondern viel eher Schutz. Aber das ändert nichts daran, dass es Tage gibt, vor allem am WE, an denen ich mich mit mir selbst unendlich leer fühle. Aber das ist wohl eine Art Fluch und letztlich meine eigene Schuld.

Fazit für heute: Seelenlos "lebt" es sich besser...

5.8.10 21:12, kommentieren

einmal mehr erstaunlich

...ist, dass ich es offenbar immer wieder schaffe, meine Umwelt dank Maske nicht an dem teilhaben zu lassen, was ich wirklich denke oder fühle.

Vor Wochen gab es bei der Arbeit ein schreckliches Projekt. Um das Arbeitsklima in den einzelnen Abteilungen zu verbessern, sollte jeder Kollege seine engsten Kollegen charakterisieren. Dies natürlich anonym, dann sollte das alles über das Personalbüro ausgewertet werden und die Ergebnisse erneut an die Chefs der jeweiligen Abteilungen zwecks Besprechung abgegeben werden. Mir persönlich leuchtet der Sinn dieser Sache nicht wirklich ein. Leute, die entdecken, dass sie unbeliebter sind, als sie dachten, werden dadurch sicher nicht motiviert. Außerdem weiß man nicht, welche extremen Aussagen das Personalbüro ohnehin rausnimmt, um den Betriebsfrieden nicht dauerhaft zu stören. Wenn sie aber genau das tun, also zensieren, macht die ganze Sache ja noch weniger Sinn.

Nun gut, jetzt aber zu mir. Das Witzige, was ich heute mittag erfahren habe, war, dass ich auf andere Leute wirke, wie ich es eigentlich nicht für möglich gehalten hätte. Ich trage meine Maske, um nicht erkannt zu werden. Damit niemand die Leere bemerkt, die von der Hülle des Körpers verdeckt wird. Dass mir dies aber als "unergründlich" oder gar "cool" *g* ausgelegt wird, hätte ich dann doch nicht für möglich gehalten. Abweisend, schüchtern, zurückhaltend hatte ich erwartet. Das beste Zitat über mich war "stille Wasser sind tief". Damit hätte ich noch weniger gerechnet. Und wenn man die Leere unter der Hülle betrachtet...ohja, nicht falsch, die ist wirklich voller Tiefen und Untiefen.

Fazit für heute - meine Mitmenschen schaffen es trotzdem, wenn auch nur vereinzelt, mich zu überraschen.

Zweites Fazit - man lernt nie aus...

1 Kommentar 3.8.10 20:50, kommentieren

Zu BILD

Nachdem ich ja in letzter Zeit hier über BILD geschimpft habe, und ich mich bei dem Thema sogar richtig reinsteigern kann, will ich dazu nun eigentlich weniger sagen. Die Rügen vom Presserat für die Berichterstattung über das Unglück der Loveparade dürften auf den Verlag ungefähr eine so große Wirkung haben wie Amnesty International auf die Führung in Nordkorea. Aber ein guter Link ist mir dazu dann doch noch eingefallen. Nicht neu, aber immer wieder genial. Der typische BILD-Leser mag etwas überzeichnet dargestellt sein, aber ein Stück Wahrheit ist gewiss dabei :-)

http://dasdenken.blog.de/2009/10/01/kalle-gib-ma-taz-7078694/

 

...

1 Kommentar 2.8.10 21:04, kommentieren

Technisches Fossil

Nicht, dass es was wirklich Neues wäre. Aber derzeit habe ich mal wieder direkt vor die Augen geführt bekommen, dass ich technisch ein komplettes Fossil bin.

Da ändert hotmail ziemlich überraschend und ohne Warnung seine Aufmachung und seine Benutzeroberfläche. Viele neue Funktionen sind dabei...es gibt unzählige Möglichkeiten, was man alles machen, mit was man das alles kombinieren kann. Nur das, was man eigentlich machen möchte mit einer mailbox - ich zumindest - nämlich mails beantworten, senden und schreiben, das ist eher komplizierter geworden. Da aber hotmail diese Neuerungen sicher nicht eingeführt hätte, wenn die Mehrzahl der User das Neue nicht brauchen könnte, muss es wohl an mir liegen.

Ich bin da sehr bescheiden *g*. Ein Handy muss keine Musik speichern und auch keine Fotos machen können. Mir reicht es, wenn ich damit telefonieren kann. Naja, und bei einer mailbox reicht mir das Mailen eigentlich auch. Manchmal machen Neuerungen das Ganze nur komplizierter. Sage ich. Die meisten sehen es wohl anders.

Aber dass ich augenscheinlich ein technisches Fossil bin, passt gut. Denn im Prinzip habe ich ja ohnehin immer das Gefühl, nicht sorichtig hier reinzupassen. Weder in diese Zeit, noch in dieses Land. Eigentlich noch nicht mal auf diesen Planeten...

1 Kommentar 31.7.10 20:34, kommentieren

noch acht

Arbeitstage bis zu meinem Urlaub.

Aber das hat auch seine Tücken. Letztlich sind Urlaubstage den leidigen Sonntagen sehr ähnlich, auch wenn sie den Vorteil haben, dass man sich etwas besser ablenken kann.

Körperlich habe ich den Urlaub allerdings bitter nötig. Im Moment bin ich tagsüber alles andere als wach, und dies, obwohl ich eigentlich ausreichend schlafe. Da es im Moment nicht so extrem heiß ist, sollte es mir in der Hinsicht eigentlich besser gehen. Denn die wachen Nächte kommen bestimmt wieder!

 

 

1 Kommentar 29.7.10 21:18, kommentieren

manche Menschen

können stundenlang reden, ohne etwas zu sagen.

Solche Personen gibt es auch bei mir auf der Arbeit und heute hatte ich nach langer Zeit mal wieder das Pech, in der Kantine neben einem zu sitzen. Es war keine Fluchtmöglichkeit mehr vorhanden, und so hat es mich erwischt. In ca 30 Minuten hat mir die besagte Person all seine Urlaubserlebnisse erzählt, die sich im großen und ganzen auf Alkohol, Sonne und angeblich viele Frauen beschränkt haben. Hierbei wurde von mir gar keine Antwort erwartet. Ich habe auch keine gegeben, denn es gab nichts zu sagen. Wäre ich eine Liftfasssäule gewesen, es hätte für ihn keinen Unterschied gemacht. Meine Höflichkeit war schnell erschöpft, und nach einigen Minuten habe ich mir nicht mehr viel Mühe gegeben, meine Gernervtheit zu verbergen. Aber auch mit autogenem Training gelang es mir nicht, meine Ohren einzufahren und auf taub zu stellen *gg*. Es ist nur verwunderlich, dass die Person selbst nicht merkt, wie sehr sie nervt. 

Erholsam war die Pause also nicht. Umso mehr war ich froh, als ich wieder in meinem Büro war. Das Geklapper der Computer und die normalen Stimmen der Kolleginnen dort kamen mir plötzlich vor wie eine biblische Stille.

Wieviel angenehmer könnte die Welt doch sein, wenn jeder Mensch zwischendurch ein bisschen mehr schweigen würde...

28.7.10 21:52, kommentieren